Hintergründe - Historisches Festspiel "Der Meistertrunk"

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Der Rothenburger Glasermeister und Dichter Adam Hörber (30.06.1827 - 28.10.1905) fasste die dramatischen Ereignisse des Jahres 1631 mit ihrer glücklichen Wendung in ein Bühnenstück.



Am Pfingstsonntag 1881 feierten die Rothenburger und damals schon Tausende von Gästen aus dem In- und Ausland die Uraufführung dieses Historischen Festspiels im Kaisersaal des Rathauses. Es wurde ein grandioser Erfolg.

Vor einer einmaligen mittelalterliche Kulisse gelingt es noch heute alljährlich mit dem "Meistertrunk" und zahlreichen originalgetreuen Szenerien in der Altstadt, vielen aktiven Mitgliedern in orginalgetreuen Uniformen, längst vergangene Zeiten lebendig werden zu lassen.

Schon 13 Jahre tobt der Krieg, der dreißig Jahre dauern sollte. Es herrscht ein erbitterter Kampf zwischen den Religionsparteien, in dessen Namen unermessliche Greuel geschehen und der das Volk in Not und Elend stürzt.

König Gustav II Adolf von Schweden, Streiter für die protestantische Sache, schlägt mit seinen Truppen bei Breitenfeld das kaiserliche Heer unter Graf von Tserclaes, Tilly. Auf dem Rückzug nach Süden dringt im Oktober des Jahres 1631 der katholische Generalissimus bis vor die Mauern der protestantischen Reichsstadt Rothenburg.

Die Freie Reichsstadt stand damals auf der Seite der protestantischen Union. Der kaiserliche Feldmarschall belagert die Stadt mit einem Heer von 60.000  Mann kriegsgeübter Truppen.

Nach drei Tagen heissen Kampfes fiel die Stadt in Tilly‘s Hand und die Soldateska zog plündernd und marodierend durch die Gassen der Stadt. Im Kaisersaal des Rathauses hielt Tilly mit seinen Generälen Gericht über Rat und Stadt. Der Bürgermeister  und alle Räte werden zum Tode verurteilt und die Stadt sollte gebrandschatzt werden.

Die Lage scheint aussichtslos.

In seiner Seelenangst bot der Rat dem ergrimmten Feldherrn den Willkommenstrunk in einem prachtvollen Humpen, der 13 fränkischen Schoppen (3¼ Liter)  Wein enthielt.

Der Feldherr tat einen tiefen Zug und wurde durch den Wein milde gestimmt. Er gab den Ratsherren eine letzte Hoffnung: "Wenn einer von Euch Mut und Kraft besitzt, zu leeren den Pokal in einem Zug, dann will ich Gnade üben, Schuld vergessen."

Altbürgermeister Nusch wagt das schier Unmögliche...

 
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