Rothenburg ob der Tauber – Mit mehreren zehntausend Besucherinnen und Besuchern, sehr gut besuchten Aufführungen, sommerlichem Wetter und einem friedlichen Verlauf ziehen die Pfingstfestspiele 2026 des Historischen Festspiels „Der Meistertrunk“ vom 22. bis 25. Mai eine durchweg positive Bilanz. Vier Tage lang versetzte sich die Stadt Rothenburg zurück in die Zeiten des Dreißigjährigen Krieges und machte die historische Altstadt erneut zum Treffpunkt für Gäste aus dem In- und Ausland.
„Die Pfingstfestspiele 2026 haben eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig Geschichte in Rothenburg gelebt wird. Die großartige Stimmung in der Altstadt, die vielen begeisterten Gäste und der friedliche Verlauf machen diese Pfingstfestspiele für uns zu einem vollen Erfolg“, erklärt Vereinsvorsitzender Martin Wegele.
Historische Altstadt als Bühne
Gemeinsam mit Oberbürgermeister Christoph Rösch eröffnete Martin Wegele am Freitagabend die diesjährigen Pfingstfestspiele – im 145. Jahr des Vereinsbestehens. Bereits zum Auftakt prägten historische Gruppen wie der Spielmannszug, die Beutelschneider und die Gaukler von Mummenschanz das Bild der Rothenburger Altstadt.
Im Mittelpunkt standen die sechs Aufführungen des Historischen Festspiels „Der Meistertrunk“, die über das gesamte Wochenende hinweg sehr gut besucht waren und nicht nur die Hauptvorstellung am Sonntagmittag endete mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovations. Unter den Gästen befanden sich unter anderem der neugewählte Landrat Marco Meier, Oberbürgermeister Christoph Rösch, zahlreiche Mitglieder des Stadtrats sowie eine Delegation aus der französischen Partnerstadt Athis-Mons, mit der Rothenburg in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft feiert.
Eindrucksvoller Heereszug begeistert Tausende Besucher
Zu den Höhepunkten der Pfingstfestspiele zählte erneut der große historische Heereszug am Sonntag. Rund 900 Festspielerinnen und Festspieler zogen in historischen Gewändern durch die Altstadt und sorgten gemeinsam mit Musik, Pferden und zahlreichen Blumen für eindrucksvolle Bilder. Tausende Besucherinnen und Besucher säumten die Gassen entlang der Strecke.
Aufgrund organisatorischer Anforderungen und laufender Baumaßnahmen wurde die Route des Heereszuges in diesem Jahr angepasst. Der Zug führte weiterhin von der Schmiedgasse über den Marktplatz, bog dann allerdings in die Herrengasse ab und führte über die Klingengasse und den Schrannenplatz bis zum Festplatz und Feldlager vor dem Galgentor. Die neue Streckenführung wurde von Mitwirkenden wie Publikum gleichermaßen positiv aufgenommen.
Auch das historische Lagerleben vor dem Galgentor mit Musik, Tanz und Feuershow sorgte bis in die Abendstunden für besondere Atmosphäre. Ein musikalischer Höhepunkte war erneut die Mittelalterband „Die Streuner“. Eine Tanzgruppe aus der Partnerstadt Athis-Mons gestaltete gemeinsam mit dem Historischen Schäfertanz mehrere Auftritte auf dem Marktplatz.
Friedlicher Verlauf und Dank an Einsatzkräfte
Die Veranstalter ziehen gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden eine positive Bilanz. Das Festwochenende verlief friedlich und ohne größere Zwischenfälle. Bei sommerlichen Temperaturen feierten Gäste und Einheimische über vier Tage hinweg gemeinsam die Geschichte der Stadt.
Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Einsatzkräften von Polizei, Sicherheitsdiensten, THW und BRK sowie allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Mit hunderten Einsatzstunden sorgten sie für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher sowie die Absicherung des Heereszuges und des Fest- und Feldlagers vor dem Galgentor.
Der Verein bedankt sich bei allen Mitwirkenden, Unterstützern, Partnern und Gästen aus nah und fern. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für die Pfingstfestspiele 2027.