Mit einem stimmungsvollen Scheunenfest hat der Verein das Historische Festspiel „Der Meistertrunk“ am 2. Mai die Wiedereröffnung seiner umfassend sanierten Festspielscheune in der Spitalgasse gefeiert. Zahlreiche Mitglieder sowie Gäste und Partner aus Stadt und Region nutzten die Gelegenheit, einen Blick in das modernisierte Gebäude zu werfen und gemeinsam diesen besonderen Moment zu feiern.
Zwei Jahre Sanierung erfolgreich abgeschlossen
Nach rund zwei Jahren Bauzeit präsentiert sich die Scheune heute als zentraler Baustein für die Vereinsarbeit in neuem Glanz. Umfangreiche Maßnahmen waren notwendig geworden, nachdem ein jahrzehntealter Wasserschaden sowie Pilzbefall die historische Bausubstanz erheblich beeinträchtigt hatten.
Im Zuge der Sanierung wurden tragende Dachbalken erneuert, die Elektrik modernisiert und eine zusätzliche Stahlkonstruktion zur Stabilisierung eingebracht. Darüber hinaus wurden Fassade und Holzelemente aufgearbeitet sowie ein neues, wetterfestes Dach installiert. Die Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit Fachfirmen – darunter die Zimmerei Holger Krauss – sowie mit dem zuständigen Denkmalamt. ein Dank gebührt auch den Partnern, die sich mit Spenden am Projekt beteiligten.
Mit Investitionen von rund 200.000 Euro sichert der Verein langfristig die Nutzung der Scheune als wichtigen Lager-, Arbeits- und Organisationsort für das Festspiel.
Großes Interesse und lebendige Einblicke
Beim Scheunenfest selbst wurde die Scheune zum lebendigen Treffpunkt: Bei musikalischer Begleitung durch die Junge Schar, die Panduren und die Hauptwache, Bewirtung und zahlreichen Gesprächen konnten Besucherinnen und Besucher die neuen Räumlichkeiten erkunden. Besonders gefragt waren die Handwerkerführungen, die spannende Einblicke in die Sanierung und die Besonderheiten des historischen Gebäudes boten.
Worte des Dankes und ein besonderer erster Auftritt
In einer kurzen Ansprache würdigte der Vereinsvorsitzende Martin Wegele das Engagement aller Beteiligten und betonte die Bedeutung des Projekts für die Zukunft des Vereins:
„Diese ist ein zentraler Ort für uns – unseren Fundus, unsere Kutschen. Dass wir sie heute wieder nutzen können, ist dem Einsatz vieler helfender Hände zu verdanken.“
Auch Rothenburgs neuer Oberbürgermeister Christoph Rösch richtete ein Grußwort an die Gäste. Für ihn war das Scheunenfest einer der ersten öffentlichen Auftritte in seinem neuen Amt. Er hob die Bedeutung des Vereins für das kulturelle Leben der Stadt hervor und würdigte das ehrenamtliche Engagement, das hinter dem Projekt und der Instandsetzung steht.
Auftakt für ein besonderes Festspieljahr
Die Wiedereröffnung der Scheune markiert zugleich den Auftakt für ein bedeutendes Jahr: 2026 feiert das Historische Festspiel „Der Meistertrunk“ gleich drei Jubiläen – 145 Jahre Vereinsbestehen, 10 Jahre Immaterielles Kulturerbe sowie 60 Jahre Historiengewölbe mit Staatsverlies.
Mit neuer Infrastruktur, großer Beteiligung und viel Engagement blickt der Verein zuversichtlich auf die kommenden Veranstaltungen – allen voran die Pfingstfestspiele.