Rothenburg ob der Tauber – Am kommenden ersten September-Wochenende verwandeln die Reichsstadttage Rothenburg zum 51. Mal in eine lebendige Bühne. Mittendrin: der Verein Historisches Festspiel “Der Meistertrunk” e. V., der mit Aufführungen, historischen Gruppen und Lagerleben für authentisches Flair sorgt und Besucherinnen und Besucher einlädt, Geschichte hautnah zu erleben.

Fackelzug und „Lange Nacht des Festspiels“

Den Auftakt bildet am Freitagabend ab 20.30 Uhr der stimmungsvolle Fackelzug vom Taubertal durch die Altstadt. Direkt im Anschluss lädt die „Lange Nacht des Festspiels“ am Grünen Markt und im Lichthof zum geselligen Beisammensein bei regionalem Bier und Weinen ein – ein Treffpunkt für Einheimische, Gäste und Festspieler gleichermaßen.

Zwei Aufführungen des „Der Meistertrunk“ am Samstag

Ein besonderer Höhepunkt steht am Samstag im Kaisersaal des Rathauses auf dem Programm: Das historische Schauspiel „Der Meistertrunk“ wird gleich zweimal aufgeführt: erstmals um 15.30 Uhr und dann um 18.00 Uhr. Karten sind noch an der Tageskasse am Marktplatz erhältlich. „Die Reichsstadttage sind die perfekte Gelegenheit, unser Traditionsstück im einzigartigen Ambiente Rothenburgs und erweiterten historischen Kontext zu erleben“, betont Laura Roeder Gonzalez, stellvertretende Vorsitzende des Vereins und eine der weiblichen Hauptrollen.

Am Abend erinnert dann das Licht & Feuerwerkspektakel an die dunkelste Zeiten Rothenburgs und die Belagerung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg. Dies veranschaulicht beeindruckend die „bengalische Beleuchtung“, die die brennende Stadt symbolisieren soll.

Historisches Lagerleben und lebendige Geschichte

Am Samstag und Sonntag ziehen historische Gruppen des Vereins durch die Straßen und Gassen der Altstadt: Panduren, Schwedenreiter, Bettler und Beutelschneider, Gaukler und Marketenderinnen. Besucherinnen und Besucher können das Lagerleben des Spielmannszugs am Grünen Markt und das Lager der Schwedenreiter am Markusturm erkunden – mit Trommeln und Fanfaren, Kostümen und der Feldschmiede.

„Die Reichsstadttage spiegeln Rothenburgs Vergangenheit in all ihren Facetten wider. Mit dem Meistertrunk fügen wir die Epoche des Dreißigjährigen Krieges hinzu und erinnern daran, wie die Stadt 1631 fast zerstört wurde – und wie Mut, Zusammenhalt und ein wenig Legende sie retteten. So entsteht ein vollständiges Bild unserer Stadtgeschichte – für Gäste wie auch für uns Rothenburger.““, sagt Martin Wegele, Vorsitzender des Vereins Historisches Festspiel “Der Meistertrunk” e. V..

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